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Internationale Automobilfachmesse spiegelt rasante Entwicklung in Irans Fahrzeugbranche wider

Tehran Auto Show: Tor zum Nahen Osten

Im Iran soll das Auto wieder zum tragenden Wirtschaftsfaktor werden. Die Ziele für die nächsten Jahre hören sich ambitioniert an: 2025/26 (das iranische Jahr umfasst die zwölf Monate von März bis März) sollen rund 3 Mio. international wettbewerbsfähige Fahrzeuge im Iran produziert werden, davon ein Drittel für den Export. Erste Verhandlungen mit europäischen und asiatischen Herstellern für unterschiedliche Kooperationsmodelle gibt es schon seit der Marktöffnung für ausländische Hersteller im November 2013. Seit der Lockerung der Sanktionen im Januar 2016 nimmt die Entwicklung mehr und mehr Fahrt auf. Auf der Tehran Auto Show, die vom 27. November bis zum 1. Dezember 2017 stattfindet, präsentieren Automobilhersteller aus aller Welt ihre Produkte für den Iran und den gesamten Nahen Osten.

Die internationale Fachmesse Tehran Auto Show findet nach einer Auftaktveranstaltung im Februar 2017 bereits zum zweiten Mal statt. Sie wird ca. 50.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf dem 2016 eingeweihten Messegelände „Shahr-e-Aftab" umfassen. Es werden ca. 100.000 Besucher erwartet. Die Tehran Auto Show ist die einzige internationale Fachmesse für Automobilhersteller im Iran.

Schnelle Modernisierung der Automobilbranche

Der Iran ist in der Region eines der wenigen Länder, die eine eigene Automobilproduktion haben. Die iranische Automobilindustrie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, und bildet nach der Öl- und Gasindustrie den zweitwichtigsten Industriezweig des Landes. Doch bisher wurden vor allem Modelle mit veralteten Qualitätsstandards produziert. Die Automobilhersteller Iran Khodro („Chodro" bedeutet „Auto") und Saipa (Société Anonyme Iranienne de Production Automobile) fertigten vor allem Fahrzeuge mit Bauteilen von Peugeot und Renault, die dem technischen Standard der 1980er Jahre entsprechen, oder verkauften französische, japanische und südkoreanische Fahrzeuge in Lizenz. Der Iran will jetzt die gesamte Branche modernisieren und ist offen für neue Kooperationen mit ausländischen Partnern.

2016 wurde bereits ein neues Joint Venture zwischen Iran Khodro und PSA Peugeot Citroen beschlossen. Das französische Unternehmen verkaufte im ersten Halbjahr 2017 dank der Produktion im Iran drei Mal mehr Autos (fast 208.000 Autos) in den Nahen Osten und Afrika als vor einem Jahr und konnte so seinen Absatzrückgang in China und Europa auffangen.

Renault ist ein Joint Venture mit IDRO (Industrial Development & Renovation Organization of Iran) eingegangen: Ab 2018 sollen in einem neuen Werk bis zu 350.000 Renault-/Dacia-Fahrzeuge jährlich vom Band laufen. Weitere Unternehmen aus China, Korea, Japan und Europa verhandeln aktuell mit iranischen Partnern über Produktionen vor Ort.

Eigenproduktion statt Abhängigkeit von teuren Importen

Produktion im Iran: Das ist das Ziel der Iraner. Unterstützt wird die Strategie, ausländische Partner zur Herstellung ihrer Fahrzeuge in den Iran zu holen, durch eine starke Reglementierung von Importgenehmigungen für im Ausland produzierte Fahrzeuge. Im Gespräch ist beispielsweise, dass iranische Importeure durch die ausländische Zentrale des Herstellers als offizielle Repräsentanten anerkannt sein müssen. In den USA produzierte Fahrzeuge dürfen gar nicht importiert werden, was nicht nur amerikanische, sondern auch europäische Hersteller betrifft. Außerdem soll es hohe Einfuhrabgaben für Importfahrzeuge geben.

Nachdem Volkswagen sich im Jahr 2000 aus dem iranischen Markt zurückgezogen hatte, wollen die Wolfsburger ab August 2017 dennoch die Modelle Tiguan und Passat in das Land exportieren. Der iranische Importeur ist Mammut Khodro, der auch bereits Scania-Lkw aus dem Hause Volkswagen vertreibt. Auch Daimler kooperiert mit Mammut für den Vertrieb von Lkw der Marke Fuso.

Daimler Trucks war als einer der ersten Lkw-Hersteller in den Iran zurückgekehrt, mit einem Joint Venture mit Iran Khodro Diesel (IKD) und Mammut für die lokale Produktion von Mercedes-Benz-Lkw und -Antriebskomponenten sowie die Gründung einer Vertriebsgesellschaft für Mercedes-Benz-Lkw und -Komponenten.

Weitere Informationen zur Tehran Auto Show gibt es unter www.autotehran.com.

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Die internationale Fachmesse Tehran Auto Show findet vom 27. November bis zum 1. Dezember 2017 auf dem Messegelände „Shahr-e-Aftab" statt. Sie wird ca. 50.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche umfassen. Es werden ca. 100.000 Besucher erwartet.

Foto: Tehran Auto Show

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Das neue Messegelände „Shar-e-Aftab wurde 2016 eingeweiht.

Foto: Tehran Auto Show

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Renault war bereits auf der ersten Ausgabe der Tehran Auto Show im Februar 2017 prominent vertreten.

Foto:Tehran Auto Show


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